UNICEF-Aktionstag der Klasse 5bG
„Kennen sie ein Menschenrecht ?“
Diese Frage und noch viele andere wurden gestellt, als die Klasse 5bG anlässlich des Aktionstages 2011 ein Projekt in der Herstallstraße in Aschaffenburg durchführte.
Aber zurück zu den Anfängern: Das Schuljahr hatte noch gar nicht richtig begonnen, als Frau Rheinwald, UNICEF-Beauftragte in Aschaffenburg und ehemalige Lehrerin der Grundschule Haibach, auf uns zukam und das Vorhaben für den Aktionstag in Aschaffenburg vorstellte.
Die Entscheidung war schnell getroffen und wir hatten auch schnell Ideen. Einen besonderen Reiz mitzumachen bot das Jukuz und der Regionalsender Klangbrett, die uns ihre Unterstützung zusagte.
Zuerst mussten wir uns aber mit dem Thema „Kinderrechte“ näher auseinandersetzen:
- Wir gingen auf eine Traumreise und überlegten, wie eine Welt, in der nur Kinder das sagen hatte, aussehen sollte.
- Wie lebten Kinder in anderen Ländern z.B Asien, Afrika, Südamerika?
- Was ist die Kinderrechtskonvention von UNICEF?
- Wie lauten die Kinderrechte von UNICEF?
- Gegen welche Kinderrechte wird verstoßen?
Und dann ging es an die Vorbereitung des Projektes. Im Mittelpunkt stand Kinderarbeit. Wir wollten auf die Situation der Kinder aufmerksam machen, die schon im frühsten Alter für wenig Geld arbeiten gehen müssen, keine Schulbildung bekommen und unter gesundheitlichen Schäden leiden.
Was bot sich besser an, als selbst Kinderarbeit auszuüben: Weben, Ketten auffädeln, Häckeln. Aber auch durch Plakate wollten wir aufmerksam machen; wir wollten Erwachsene fragen, was sie von Kinderrechten hielten und sie sollten selbst versuchen, unter Zeitdruck Teppichmuster zu zeichnen.
Herr Münch vom Jukuz begleitete uns und stellte Kamera und Mikrofone zur Verfügung, als wir am 21.11. bei bei eisiger Kälte in der Herstallstraße unser Projekt durchführten. Viele waren neugierig und interessiert, erklärten sich für Interview bereit. Aber viele gingen auch ohne Interesse einfach an uns vorbei.
Der große Empfang war am 30.11.2011 in großen Sitzungsaal des Rathauses in Aschaffenburg. Oberbürgermeister Herzog, Politiker aus dem regionalem Raum und Herr Sedlmayer, der UNICEF-Vertreter von Deutschland, sowie die UNICEF beauftragten von Aschaffenburg waren anwesend. Neben unserer Klasse war auch eine Klasse des Kronberggymnasiums und der Schönbergschule eingeladen. Nach der Begrüßung kam dann der große Moment: Unser Film wurde vorgeführt. Wir waren begeistert und der Inhalt berührte das Publikum. In Workshops diskutierten wir mit den Politikern und stellten danach unsere Ergebnisse vor.
Es wäre toll, wenn ein paar Dinge wie z.B. die Erweiterung von Jugendeinrichtungen, das Angebot im Sportvereinen, der Meinungsaustausch von Kindern im Kinderparlamenten durchgesetzt werden könnten.
Wir hatten gesehen, wie es ist, unter schwierigen Bedingungen, zu „arbeiten“, und wir finden es gar nicht angenehm! Auch wenn bei uns Kinderarbeit verboten ist und wir hier die Schule besuchen können, wissen wir, dass auch Kinder bei uns leiden z.B. unter Gewalt, Verwahrlosung, Misshandlungen in Familien.
UNICEF setzt sich für die Interessen der Kinder weltweit ein
Wir, die Klasse 5bG, hatten ein wenig dazu beigetragen.
Entworfen von Frau Abrudan
Geschrieben von Dominik Fäth


